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Kretas wilder Westen

Die Sonne zeigt gerade ihre ersten zögerlichen Strahlen, als der kaum gefüllte Bus in den frühen Morgenstunden vom Flughafen Heraklion losschlackert. Der griechische Fahrer bevorzugt es, sich mit dem Wagen direkt über dem weißen Mittelstreifen zu orientieren. Ist auch er noch nicht ganz wach oder liegt es am schwachen Reifendruck des kleinen Busses?

In der Hoffnung, dass im Westen Kretas nicht mit viel Verkehr zu so früher Stunde zu rechnen ist, döse ich wieder ein. Doch das wiederkehrende Ruckeln des Transferfahrzeugs öffnet hin und wieder meine müden Augenlider und mediterran blühende Landschaften ziehen an mir vorbei. Da an Schlaf aufgrund der nächtlichen Anreise nicht zu denken war, zeigt sich mein Bewusstsein zunächst nicht besonders kooperationsbereit, die neuen Sinneseindrücke zu verarbeiten. Doch der rosa, rot und weiß blühende Oleander, die knorrigen, dunkelgrünen Olivenbäume und die gelben Zitronenbüsche wecken nach und nach meine Geister. - Ich bin angekommen auf Kreta, der wilden Inselschönheit zwischen kretischem und lybischem Meer.


Abends zieht es unsere kleine Reisegruppe nach Chania, in die zweitgrößten Siedlung der Insel mit ihrem alten, venezianischen Hafen. Überrascht bin ich vom Flair des hübschen Städtchens in seinen engen Altstadtgassen. In der hundertjährigen Markthalle Agora finden sich bunte Stände mit frischem Ost und Gemüse, Oliven, Schwämmen, Fisch und Fleisch – ein authentischer Marktplatz für Einheimische und Touristen. Die dahinter liegenden Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein: das Ledergässchen bietet neben kretisch-traditioneller, handgefertigter Schuhtracht eine riesige Auswahl von Sandalen, Taschen und Schmuck. Besser schnell weiter, damit der Platz im Koffer nicht eng wird. Rechterhand senkt sich bereits langsam die Sonne über der griechisch orthodoxen Kathedrale Trimartyri, bevor sich der Blick auf den historischen Hafen Chanias öffnet. Erdfarbige Fassaden, gespickt mit Rot- und Gelbtönen säumen das Hafenbecken und aus Tavernen und Cafés ertönt geschäftiges Treiben. Für das Abendessen sind wir in die Altstadt-Taverne Tholos in der Agion Deka 30, eingeladen. Hier wird auf Terrassen und unter aufgebrochenen Gewölben gespeist, die sich auf unterschiedlichen Ebenen eng an die historische Fassade schmiegen. Leckere Mezes, kleine kretische Vorspeisen, werden gefolgt von Fleisch in einer Sauce aus getrockneten Tomaten sowie traditionellem Lamm. Schnell wird selbst norddeutsches Blut warm bei Wein und Raki und temperiert auf mediterranes Niveau.

Restaurant Tholos, Chania

Am nächsten Tag steht eine Tour durch den wilden Westen Kretas an mit versteckten Stränden, orthodoxen Klöstern und herrlichen Landschaften. Die Lefka Ori, übersetzt die weißen Berge, bilden einen spektakulären Hintergrund, der uns den ganzen Tag über begleitet. Anders als im Osten der Insel ist die Vegetation hier eher karg und nicht so grün. Trotzdem oder gerade deshalb bieten sich dem Betrachter immer wieder andere abwechslungsreiche Ausblicke auf schroffe Berge und blaues Meer. So auch bei einem Stopp auf einem wunderschön gelegenen Gutshof, der noch nach althergebrachter Tradition mit Hilfe von Mühlsteinen und Pressen eigenes Olivenöl herstellt und abfüllt. Diese schonende, handwerkliche Arbeitsweise wurde zwar im Laufe der Jahre technisiert doch die Methode blieb dieselbe mit dem Ergebnis eines milden Olivenöls, das alle seine qualitativ hochwertigen Nährstoffe bewahrt. Natürlich darf eine so gute Flasche nachher im Reisegepäck nicht fehlen. Das in 5. und 6. Generation familienbetriebene Astrikas Estate befindet sich im hügeligen Hinterland Kolymbaris.

 Ausblick Astrikas Estate

Der letzte Tag beginnt mit einem ausgedehnten Detox-Frühstück auf der Terrasse des Grecotel White Palace direkt am azurblauen Meer. Schon morgens erstrahlt das durch und durch in weiß gestaltete Hotel in der Sonne und repräsentiert zusammen mit dem Wasser die Nationalfarben Griechenlands: blau und weiß. Interessant gesunde Drinks warten auf dem Frühstückstisch, ein intensivgrünes und ein dunkelorange bis gelb leuchtendes Getränk vereinen sich energiebringend in meinem Magen. Ob sich die Nachwirkungen der zu uns genommenen, traditionellen Getränke Kretas vom Vorabend damit reduzieren lassen? Nun, meine Sonnenbrille bleibt bis auf weiteres auf der Nase, was bestimmt an der blendend weißen Hotelterrasse liegt...

Grecotel White Palace

Gegen Abend brechen wir auf nach Rethymnon, die drittgrößte Stadt der Insel, deren venezianisches und osmanisches Erbe sich heute deutlich im Stadtbild niederschlägt. Wir schlendern durch die weitgehend autofreie Altstadt, vorbei am bekannten Rimondi Brunnen mit seinen drei wasserspeienden Löwenköpfen. Venezianische Palazzi, verziert mit typisch türkischen Holzerkern stehen in engen Gassen, die sich plötzlich auf größere Plätze öffnen. Manchmal muten die Einkaufsgässchen an wie ein bunter Basar. Endlich erreichen wir den Venezianischen Hafen, der gesäumt ist von Restaurants, deren Stühle und Tische direkt am Wasser stehen. Die Sonne taucht den alten osmanischen Leuchtturm in sanftes Abendlicht, als wir uns in einer Taverne bei einem Bier ausruhen. Mein Blick fällt auf das gegenüberliegende mächtige Fortezza, Rethymons Festung zum Schutz vor den Türken. Genützt hat sie ihnen ja nichts, denke ich etwas versonnen.


Prima Plora Restaurant, Rethymnon   //   Copyright Prima Plora

Das abschließende Highlight unserer Tour ist ein Abendessen im Fischrestaurant Prima Plora, etwas außerhalb des Stadtkerns, aber atemberaubend schön direkt am Meer und mit Blick auf Festung und Altstadt gelegen (4 Akrotiriou Str.). Das Prima Plora zaubert eine köstliche Fischspezialität nach der anderen auf den Tisch. Ein kulinarischer Hochgenuss in relaxt romantischer Atmosphäre – trotz angesagtem Fine Dining Konzept. Liegt es wieder an Wein und Raki? Oder an den wunderbaren Eindrücken und Menschen auf dieser Reise? Der Abschied fällt schwer von Kreta und von der liebgewonnenen Reisegruppe BESTer Reisebüros querbeet aus allen Teilen Deutschlands...


Blogautorin (Anja 2.v.l.)

Weitere Restaurantempfehlungen für Rethymnon: Avli (22 Xanthoudidou & Radamathyos Str) und Lemon Tree (120 Ethnikis Antistaseos) – lecker speisen unter Zitronenbäumen.

Besichtigte Hotels auf dieser Reise: Avra Imperial Resort & Spa *****, Sensimar Kalliston by Atlantica ****** (s.u.), Pilot Beach Resort ****+, Anemos Luxury Grand Resort *****, Grecotel White Palace *****, Grecotel Caramel Boutique Resort ***** (s.u.), best Family Grecotel Marine Palace ****+, Grecotel Creta Palace *****, Annas House ****, Kriti Beach****

Herausragende Hotels dieser Reise:

Sensimar Kalliston by Atlantica – man mag es auf die sensationell blauen Augen eines der Hotelmanager schieben oder auf die quirlig lustige Griechin, die uns mit Verve durch ihr Resort führte. Fazit: In diesem Hotel wird Service wirklich gelebt. Extra Tipp für besondere Tage: das Fine Dining Restaurant Weinkeller (gegen Gebühr und mit Vorreservierung).

Grecotel Caramel Boutique Resort – ganz ehrlich, man könnte es fast als Bestechungsversuch deuten, mit welchen kulinarischen Genüssen alle Grecotels uns umwarben. Dieses hier bestach ganz einfach durch seine geringe Größe und schöne Lage am Strand.

Vielen Dank für die Unterstützung an den Reiseveranstalter TUI, die BEST-Reisen Reisebürokooperation und Grecotels, die diese Reise nach Kreta ermöglicht haben.

 Sonnenuntergang beim Grecotel Caramel Boutique Resort

Chania Ladengeschäft

Chania Hafen

Chania Kathedrale

Chania Straße