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Ursprüglich, Romantisch, Entspannt und immer lächelnd - Laos

Es sollte abenteuerlich werden bei meinem Aufenthaltes in Luang Prabang, diesem tiefenentspannten, idyllischen Städtchen, eingerahmt vom Mekong Strom und dem Nebenfluss Nam Khan. Was folgte war dann ein Schock, der mein Adrenalinspiegel quasi explodieren ließ.

Luang Prabang hatte mich bereits kurz nach Ankunft in einen Zustand der inneren Ruhe befördert. Idyllische Gassen mit seinen im französischen Kolonialstyl geprägten Häusern, diversen kleinen Guesthouses und seinen tollen Restaurants, Cafe`s und Boutiquen prägen den Ort. Ein umfangreicher Nightmarket, bei dem die Händler Ihre Erzeugnisse auslegen und dabei überhaupt nicht aufdringlich sind, mit einem Foodcourt lassen einen gemütlich nach dem ein oder anderem Mitbringsel stöbern.

Um eine Idee des örtl. Preisgefüges zu bekommen bietet sich, speziell beim männlichen Geschlecht, immer der Bierpreisvergleich an. Eine 0,67 ltr Flasche Bier kostet so ca. 1,20 euro. Das Bier ist süffig und schmeckt kalt einfach klasse- Prost !

Ich bin Anfang Mai in Laos zu Beginn der sogenannten Green Season ( auch Regenzeit genannt ). Letztlich habe ich in meinen 5 Tagen Aufenthalt nicht einen einzigen Tropfen Regen abgekommen, aber selbst wenn es dort regnet, dann fällt dies sehr dezent aus. Es regnet in der Regel kurz und danach scheint auch wieder schnell die Sonne. Es ist mit 30-37 Grad ordentlich warm aber eigentlich habe ich mich sofort gut akklimatisiert, zumal es gerade abends sehr angenehm ist. Natürlich unternehme auch ich das, was alle Besucher in Luang Prabang empfohlen wird.

Pak Ou Höhlen und Kungsri Wasserfälle

Ich fahre 2,5 h mit dem Longboot den Mekhong stromaufwärts zu den Pak Ou Höhlen. Unterwegs stoppt unser Boot im Whiskey Village, wo wir an einer alkoholischen Verkostung teilnehmen und uns die Erzeugnisse der Dorfbewohner anschauen. Ich leiste mir 2 schicke handgefertigte Tischornamente für gerade mal 2 euro. Mit großen Augen nehmen die örtl. Kinder dankbar ein paar Süßigkeiten entgegen, die sie mit einem Lächeln belohnen.


Die Höhlen an sich waren eine kleine Enttäuschung, da ich erst vor kurzem die Phong Nha Megahöhlen in Vietnam besichtigen durfte. Zig aufgestellte Buddha Statuen sind besonders bei Buddhisten eine Art Wallfahrtsort. Schon der Besuch der Kungsri Wasserfälle, ca 30 Minuten außerhalb Luang Prabangs am Folgetag waren dagegen schon ein voller Erfolg. Der Park mit seinen Wasserfallarkaden bietet ein Festival für die Augen und Sinne. Kristallklares Wasser lädt zum Sprung ins kühle Nass ein und Angesicht der Temperaturen wird dies auch ausgiebig genutzt. Der Park ist gepflegt angelegt und bietet seinen Gästen auch einen Einblick in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

 

Almosengang der Mönche

Am Folgetag wird der Wecker auf 5 Uhr morgens gestellt, schließlich möchte ich ja am morgentlichen Almosengang der Mönche teilnehmen. Hier sollte man sich vorab informieren, dass den Mönchen auch die korrekten Speisen in Ihre Behälter eingefüllt werden. Manche Touristen haben hier allerdings wohl andere Vorstellungen gehabt, daher sollen Touristen hier in Zukunft ein Briefing bekommen was willkommen ist und was besser nicht.

Madame Chitdara

Wieder zurück im Hotel treffe ich Madame Chitdara zum Frühstück. Ihrer Familie gehören 2 Hotels in Luang Prabang, sowie eine kleine kleine Reederei , die Fahrten zwischen Thailand und Laos und retour auf dem Mekong Fluss anbietet. Madame erzählt von Ihrer Familiengeschichte , die wohl typisch für viele Laoten ist. Aufgrund der kommunistischen Machtergreifung emigrierte die Familie vor 40 Jahren nach Frankreich, da die neuen Machthaber nicht gerade zimperlich mit wohlhabenden Familien umgegangen sind. 2004 öffnete Laos wieder das Land für Besucher und schon 2006 eröffnete die Familie 2 schicke kleine Guesthouses, die dem Komfort eines 3 Sterne Hotels entsprechen.

Heritage House

Ich besuche ein Projekt, dass Touristen die Kultur und das traditionelle Handwerk der Laoten näher bringen möchte und so den dort arbeitenden Menschen ein kleines Einkommen ermöglicht. Ich lerne das kunstvolle Anfertigen vom Tempelblumenornamenten und fertige unter Anweisung mein eigenes laotisches Mittagessen an. Das Projekt bietet zudem ein Museum, das in einem traditionellem Pfahlbauhaus untergebracht ist.

Nahm Dong Park

Zum Schluss meines Aufenthaltes nun wollte ich mich noch etwas sportlich betätigen, also was liegt da näher, als ein Ziplining zwischen den Baumkronen des Nationalparks zu starten. Schon die Anreise war ein Abenteuer, denn die lokalen Schotterpisten mit diversen Schlaglöchern sind nur im 4 x 4 Truck einigermaßen rückenschonend zu berwerkstelligen. Angekommen meldet man sich der Reihe nach für seine Startzeit an und während der Wartezeit lässt sich die prächtige, üppige Natur des Parks mit fantastischen Aussichten über Hügel und Tal genießen. Der Park steht Wanderern auf ausgewiesenen Trails zur Verfügung, genauso wie Gruppen, die im Restaurant direkt an einem kleinem Wasserfall ihren Lunch in toller Atmosphäre genießen wollen.

Schon geht es dann auch los. Professionell gesichert und betreut rase ich wie ein Vogel entlang der Drahtseile von einem Baum zum nächsten durch die Baumkronen und das bis zu Entfernungen von über 500 Metern. Ein toller Spaß, der auch für Kinder geeignet ist. Nachdem das Flugerlebnis beendet ist geht es auf einem 45 Minütigem Trail bergaufwärts, um wieder die Basisstation zu erreichen. Hier geht es auf angelegten Wegen quer durch den Dschungel. Teilweise ist hier gerade bei Regen etwas Trittsicherheit nicht von Nachteil. Wir kommen schon kurz darauf auf eine Lichtung auf der einige einfache Pfahlhäuser der ethnischen Hmong Gruppe zu sehen sind. Die Hmong haben ihre Häuser gestellt bekommen und dürfen hier die Früchte der Obstbäume und Sträuche ernten und auch ein paar Tiere halten. Im Gegenzug säubern sie die Wege und halten den Wachstum von Gras und Gebüschen unter Kontrolle.

Dann der Schock ! Ich wandere an einem Flusslauf entlang und schaue mir rechts und links die Natur an. Plötzlich ist da irgendetwas vor mir. Direkt zwischen meinen Beinen schlängelt sich eine ca 2 Meter lange Schlange hindurch. Ich reiße intuitiv mein Bein hoch bevor ich auf das Tier trete und mache einen Sprung zur Seite. Schon ist die Schlange im Gras verschwunden. Sie hatte wohl genauso Angst wie ich in diesem Augenblick. Es wird ein Rätsel bleiben wie das passieren konnte. Normalerweise sind Schlangen eher unsichtbar und treffen auf Wegen so gut wie nie mit Wanderern zusammen. Ich war wohl auch der erste Tourist seit Eröffnung des Parks, dem so ein Adrenalinkick zu teil wurde. Keiner meiner Begleiter konnte mir sagen, um was für eine Schlange es sich gehandelt hatte. Von einer harmlosen Fischnatter bis hin zu einer Teenagerkobra gehen die Meinungen auseinander. Wow, was für ein Erlebnis im doch so beschaulichen Laos .