Ruf uns an 0511 - 62 81 11
Fernreise

Reise Blog

Dein ITA Team ist regelmäßig in der Welt unterwegs, um neue Ideen und Erfahrungen auf Reisen zu sammeln. Diese geben wir gerne an Dich weiter, wenn wir Dich beraten und Tipps für Deinen Urlaub mit Dir teilen. In unseren Reiseblogs kannst Du regelmäßig nachlesen, was wir erlebt haben und selber Inspirationen für Deine nächsten Reisen finden. Klick jetzt auf das Bild und sieh Dir den amüsanten Vlog-Reisetipp von unserem Inhaber Torsten Krüger über Thailands Wasserfest "Songkran" an - viel Spaß beim Stöbern und Träumen!

Adrenalinkick in Laos

Was kann schon Abenteuerliches passieren bei einem Aufenthalt in Luang Prabang, diesem tiefenentspannten, idyllischen Städtchen in Laos, eingerahmt vom Mekong Strom und dem Nebenfluss Nam Khan? Doch dann der Schock und mein Adrenalinspiegel explodiert...

Luang Prabang befördert mich bereits kurz nach der Ankunft in einen Zustand der inneren Ruhe. Idyllische Gassen mit im französischen Kolonialstil gehaltenen Häusern, diverse kleine Guesthouses und tolle Restaurants, Cafés und Boutiquen prägen den Ort. Ein umfangreicher Nightmarket zieht mich magisch in den Bann, bei dem die Händler ihre Erzeugnisse auslegen, mich gemütlich nach dem einen oder anderen Mitbringsel stöbern lassen und dabei überhaupt nicht aufdringlich sind. Um eine Idee des örtlichen Preisgefüges zu bekommen, bietet sich mir immer der Bierpreisvergleich an. Eine 0,67-Liter-Flasche Bier kostet so ca. 1,20 Euro. Das Bier ist aromatisch und schmeckt kalt einfach klasse!

Ich bin Anfang Mai zu Beginn der sogenannten Green Season, auch Regenzeit genannt, in Laos. Aber in meinen fünf Tagen Aufenthalt bekomme ich nicht einen einzigen Tropfen Regen ab. Selbst wenn es dort regnet, fällt dies sehr dezent aus - in der Regel kurz und danach scheint auch wieder schnell die Sonne. Es ist mit 30-37 Grad ordentlich warm aber eigentlich habe ich mich sofort gut akklimatisiert, zumal es gerade abends sehr angenehm ist. Natürlich unternehme auch ich das, was allen Besuchern in Luang Prabang empfohlen wird.

Pak Ou Höhlen und Kungsri Wasserfälle

Ich fahre 2,5 Stunden mit dem Longboot den Mekong stromaufwärts zu den Pak Ou Höhlen. Unterwegs stoppt mein Boot im Whiskey Village, wo ich an einer alkoholischen Verkostung teilnehme und mir die Erzeugnisse der Dorfbewohner anschaue. Ich leiste mir zwei schicke, handgefertigte Tischornamente für gerade mal zwei Euro. Mit großen Augen nehmen die örtlichen Kinder dankbar ein paar Süßigkeiten entgegen, was sie mit einem Lächeln belohnen.

Die Höhlen an sich sind eine kleine Enttäuschung, da ich erst vor kurzem die Phong Nha Megahöhlen in Vietnam besichtigen durfte. Die zig aufgestellten Buddha Statuen sind besonders bei Buddhisten eine Art Wallfahrtsort. Der Besuch der Kungsri Wasserfälle, ca. 30 Minuten außerhalb Luang Prabangs, am Folgetag ist dagegen aber ein voller Erfolg. Der Park mit seinen Wasserfallarkaden bietet ein Festival für Augen und Sinne. Kristallklares Wasser lädt zum Sprung ins kühle Nass ein und angesichts der Temperaturen wird dies auch ausgiebig genutzt. Der Park ist gepflegt angelegt und bietet seinen Gästen auch einen Einblick in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Almosengang der Mönche
Am Folgetag wird der Wecker auf 5 Uhr morgens gestellt, schließlich möchte ich ja am morgendlichen Almosengang der Mönche teilnehmen. Man sollte sich vorab informieren, dass den Mönchen auch die korrekten Speisen in ihre Behälter eingefüllt werden. Manche Touristen haben hier wohl andere Vorstellungen gehabt, daher sollen sie in Zukunft ein Briefing bekommen, was willkommen ist und was besser nicht.

Madame Chitdara
Wieder zurück im Hotel treffe ich Madame Chitdara zum Frühstück. Ihrer Familie gehören zwei Hotels in Luang Prabang, sowie eine kleine Reederei, die Fahrten zwischen Thailand und Laos auf dem Mekong Fluss anbietet. Madame erzählt von ihrer Familiengeschichte, die wohl typisch für viele Laoten ist. Aufgrund der kommunistischen Machtergreifung emigrierte die Familie vor 40 Jahren nach Frankreich, da die neuen Machthaber nicht gerade zimperlich mit wohlhabenden Bürgern umgegangen sind. 2004 öffnete Laos das Land wieder für Besucher und schon 2006 eröffnete die Familie zwei schicke, kleine Guesthouses, die dem Komfort eines 3 Sterne Hotels entsprechen.

Heritage House
Ich besuche ein Projekt, welches Touristen die Kultur und das traditionelle Handwerk der Laoten näher bringen möchte und so den dort arbeitenden Menschen ein kleines Einkommen ermöglicht. Ich lerne das kunstvolle Anfertigen vom Tempelblumenornamenten und koche unter Anleitung mein eigenes laotisches Mittagessen. Das Projekt bietet zudem ein Museum, das in einem traditionellem Pfahlbauhaus untergebracht ist.

Nahm Dong Park
Zum Schluss meines Aufenthaltes nun will ich mich noch etwas sportlich betätigen. Was liegt da also näher, als Ziplining zwischen den Baumkronen des Nationalparks? Schon die Anreise ist ein Abenteuer, denn die lokalen Schotterpisten mit diversen Schlaglöchern sind nur im 4x4 Truck einigermaßen rückenschonend zu bewerkstelligen. Angekommen melde ich mich für meine Startzeit an und während der Wartezeit genieße ich die prächtige, üppige Natur des Parks mit fantastischen Aussichten über Hügel und Täler. Der Park steht Wanderern auf ausgewiesenen Trails zur Verfügung, genauso wie Gruppen, die im Restaurant direkt an einem kleinem Wasserfall ihr Lunch in toller Atmosphäre genießen wollen.

Schon geht es dann auch los! Professionell gesichert und betreut rase ich wie ein Vogel entlang der Drahtseile von einem Baum zum nächsten durch die Baumkronen - und das bis zu Entfernungen von über 500 Metern. Ein toller Spaß, der auch für Kinder geeignet ist. Nachdem das Flugerlebnis beendet ist, wandere ich auf einem 45minütigen Trail bergaufwärts, um wieder die Basisstation zu erreichen. Hier geht es auf angelegten Wegen quer durch den Dschungel. Teilweise ist gerade bei Regen etwas Trittsicherheit nicht von Nachteil. Ich komme schon kurz darauf an eine Lichtung, auf der einige einfache Pfahlhäuser der ethnischen Hmong Gruppe zu sehen sind. Die Hmong haben ihre Häuser vom Staat gestellt bekommen und dürfen die Früchte der Obstbäume und Sträuche ernten sowie ein paar Tiere halten. Im Gegenzug säubern sie die Wege und halten das Wachstum von Gras und Gebüschen unter Kontrolle.

Dann der Schock! Ich wandere an einem Flusslauf entlang und schaue mir rechts und links die Natur entlang des Weges an. Doch irgendetwas ist da plötzlich vor mir - direkt zwischen meinen Beinen schlängelt sich eine etwa zwei Meter lange Schlange hindurch! Ich reiße intuitiv mein Bein hoch, bevor ich auf das Tier trete und mache einen Sprung zur Seite. Schon ist die Schlange im Gras verschwunden. Sie hatte wohl genauso viel Angst wie ich in diesem Augenblick. Es wird ein Rätsel bleiben, wie das passieren konnte. Normalerweise sind Schlangen eher unsichtbar und treffen auf Wegen so gut wie nie mit Wanderern zusammen. Ich bin wohl auch der erste Tourist seit Eröffnung des Parks, dem so ein Adrenalinkick zuteil wurde. Keiner meiner Begleiter kann mir sagen, um was für eine Schlange es sich gehandelt hatte. Von einer harmlosen Fischnatter bis hin zu einer Teenagerkobra gehen die Meinungen auseinander. Wow, was für ein Erlebnis im doch so beschaulichen Laos!